5 Methoden für den Umgang mit negativen Gefühlen

Die Botschaft der Gefühle

Ein Gastbeitrag von Andrea Fabienne

Gedanken sind Herrscher über uns und sind, ob unbewusst oder bewusst, Ursprung für unsere Gefühle. Gefühle, genau so wie Gedanken, kommen und gehen. Oft nehmen wir uns zu wenig Zeit, um die Gefühle wirklich zu fühlen. Um wirklich wahrzunehmen, was in uns wirklich gerade abgeht. 

Trauer, Wut, Angst, Hoffnungslosigkeit, Zweifel - all diese Gefühle möchten uns etwas aufzeigen. Sie möchten uns hinweisen, dass etwas in uns gehört werden will, dass es etwas in uns gibt, dass geheilt werden möchte.

Dies kann eine Erfahrung aus unserer Kindheit sein, ein traumatisches Erlebnis - das müssen wir nicht mal als solches wahrgenommen haben - oder Traurigkeit, die wir runtergeschluckt haben, da wir uns nicht eingestehen wollten, verletzt worden zu sein. Du musst nicht zwingend wissen, was der Ursprung des Gefühls ist. Das Gefühl, nehmen wir als Beispiel die Angst, verhält sich wie ein trotziges Kind. Solange wir die Angst überdecken, denkt sich die Angst, 'na gut, du willst mich vielleicht gerade nicht. Dann komme ich einfach später wieder und dann noch ein bisschen lauter, damit du die Message kriegst, dass ich da bin und gesehen werden will'. Wie ein Fass, in das Wasser tropft und das irgendwann überläuft. 

Bewusst werden, was dahinter steckt

Im Grunde genommen möchte dich die Angst schützen, damit du nicht mehr die gleichen 'Fehler' begehst. Ein Beispiel: Die Angst könnte darin begründet sein, dass du beispielsweise als Kind ausgelacht oder überhört worden bist, als du vor anderen Menschen gesprochen und deine Meinung kund getan hast. Die Angst will dich nur davor schützen, nochmals bloss gestellt und verletzt zu werden. Du hast daraus (unbewusst) geschlussfolgert: Es ist besser, wenn ich mich unsichtbar und unhörbar mache. Solche Glaubenssätze können tief in deinem Unterbewusstsein verankert sein. Sie können dich daran hindern, deine Kraft zu leben, weil sie dich immer klein halten werden. Du wirst immer unsichtbar bleiben, weil die Angst grösser ist.

Gefühle wollen gesehen werden

Wenn wir anfangen, die negativen Gefühle bewusst wahrzunehmen (das ist der erste Schritt, und der ist bereits unendlich wertvoll), und sie zu akzeptieren (Schritt 2), dann geben wir dem Gefühl die Beachtung, die es sich wünscht. Und ja, dies ist unangenehm. Und es braucht Mut, hinzuschauen. Im dritten Schritt dürfen wir uns beim Gefühl bedanken, denn es hat uns schliesslich lange Zeit geschützt. Und dann, erst dann, wenn wir dem negativen Gefühl seinen Platz gegeben haben, sind wir bereit, das Gefühl loszulassen (Schritt 4). Das Gefühl dient uns nicht länger, wir sind bereit, uns neu auszurichten. Nun können wir den alten Glaubenssatz ersetzen. Zum Beispiel 'Ich bin unsichtbar, so werde ich nicht verletzt' kann nun in 'Ich werde gehört' transformiert werden.

5 Methoden für den Umgang mit negativen Gefühlen

Es gibt unzählige Methoden, die dich unterstützen. Im Grunde genommen, geht es immer darum, sich Zeit zu nehmen, um sich bewusst zu werden, was gerade in einem vorgeht. Kleine Rituale helfen, einen guten Rahmen für diesen Prozess zu schaffen.

1. Emotional Freedom Techniques (EFT)

EFT ist eine Klopftechnik, mit der du energetische Blockaden auflösen kannst. So kannst du negative Gefühle wie Angst schon innerhalb von 10 Minuten transformieren. Diese Methode ist ein magisches Tool, um anzunehmen was ist und dich neu auszurichten. Eine tolle Anleitung mit Video findest du bei Laura Malina Seiler.  

2. Journaling 

"Journaling" oder das gute alte Tagebuch. Leitfragen für deine Journaling-Routine findest du hier.

3. Stille

Nimm dir Zeit zum nachdenken, zum Beispiel bei einem Spaziergang in der Natur oder einfach auf dem Sofa, in dem du deinem Geist freien Lauf lässt. Erwarte nichts und lass zu, was kommt. Bereits wenige Minuten machen einen Unterschied in deinem Tag.

4. Visualisieren

Schliesse deine Augen und stell dich dir vor deinem inneren Auge vor, wie du sein möchtest, d.h. wie du zum Beispiel in einer bestimmen Situation reagieren möchtest oder wie du dein Ziel bereits erfüllt hast. Fühle in das (positive) Gefühl hinein und benenne dir innerlich deine Absicht in klaren Worten.

5. Nimm dir den Druck raus

Negative Gefühle sind okay, kein Mensch ist 24 Stunden happy. Nimm dir Zeit für den Prozess. Jeden Tag ein bisschen, lasse zu, was kommt. Du darfst weinen, du darfst wütend sein, du darfst Angst haben. Alle Gefühle sind okay.  


Mehr zu Andrea

Yoga trifft Kreativität: Andrea Amstutz kombiniert Yoga als sportliche-fliessende Praxis und als Lebensphilosophie zusammen mit kreativ-schöpferischem Ausdruck.

Kreativität begleitet Andrea bereits seit den frühen Kindheitsjahren. Heute lebt sie ihre persönliche Kreativität mit Nähen, Schreiben und Zeichnen, Backen von Sauerteigbrot, oder Entwerfen von kreativen Yoga Flows und eigenen Achtsamkeits-Ritualen. Achtsamkeit und Kreativität bilden die perfekte Ergänzung: Andrea sieht sich als Mutmacherin, die offene und begeisterungsfähige Menschen zu Selbstliebe inspiriert und ermutigt, das eigene Potenzial zu leben. Andrea ist Visionärin und glaubt an Selbstliebe als das Fundament für wahre Lebensfreude.

«Ich verbinde das Spielerische und Achtsame, mit der kreativen Komponente in Form von Workshops jeglicher Art. Die Kombination führt die Menschen auf eine Reise zu sich selbst. Als Gegenpol zur leistungsgetriebenen Gesellschaft erschaffe ich einen Zeit-Raum, wo die eigene Herzensstimme hörbar wird. Ich befähige Menschen, ihren Wert anzuerkennen und zu leben, was ihnen Freude bereitet und sie tief erfüllt.» - Andrea Amstutz, Yoga Lehrerin & Gründerin von ‘andreafabienne’

Andrea Fabienne - Website

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